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SEILSCHAFT|VISION|THERAPIE|SICHERHEIT

Konzept der Klettertherapie

Beruhend auf dem theoretischen Basiswissen der Trainingslehre, des motorischen Lernens und der constraint induced movement therapy baut sich ein dreistufiges Therapiekonzept auf.

 

Folgende 3 Unterteilungen werden in der Praxis gemacht: 

  • Vorbereitendes Training:  Die Vorbereitung für eine Klettertherapie werden bereits therapeutisch genutzt
  • Technisches Training:       Im unteren Wandbereich werden gezielte therapeutische Interventionen vermittelt
  • Spielerisches Training:     Planungsförderung, Bewegungsschulung und Koordinationstraining mit Hilfsmitteln

 

Sicherheit

Der Patient, die Patientin trägt einen Klettergurt. Er wird entweder durch den Therapeuten direkt oder indirekt über eine Seilsicherung gesichert. Für die Therapie sind Turnschuhe obligatorisch. Schwere neurologische Patienten und solche mit einem erheblichen Sturzrisiko klettern mit einem Helm.

 

Definition

Die Klettertherapie ist ein therapeutisches Konzept an der Kletterwand für stationäre und ambulante Patienten in der neurologischen und rheumatologischen Rehabilitation.

 

Zielsetzung

Mittels der Klettertherapie wird an der Kraftausdauer, der Beweglichkeit verschiedenster Gelenke, der Körperwahrnehmung und der Bewegungsplanung gearbeitet. Die Konzentrationsfähigkeit wird gefördert und die Motivation zur gezielten Körperschulung wird dem Patienten vermittelt. Auf bereits vorhandene Ressourcen wird zurückgegriffen und in die therapeutische Sequenz mit eingebaut.

 

Indikationen

Rheumatologie:

  • Fehlhaltungen/Schonhaltung
  • Alle Formen von Rückenschmerzen ohne primär neurologischen Ausfälle
  • Verminderte Bewegungserfahrung
  • Psychomotorische Bewegungsstörungen
  • Kraftverlust
  • Beweglichkeitseinschränkungen

 

Neurologie:

  • Alle Patienten mit neurologischen Erkrankungen, welche keine Kontraindikationen aufzeigen

 

Allgemein:

  • Motivationsproblematik für ein Training
  • Antriebsstörungen
  • Planungsdefizite
  • Wahrnehmungsstörungen

 

Kontraindikationen

Absolut:

  • Schulter-Hand-Syndrom
  • Teilbelastung
  • Versteifungen
  • Ersten 6 Wochen nach Diskusoperation
 

Relativ:

  • Angst
  • Schmerzen mit einem entzündlichen Prozess

 

 

Voraussetzungen

Es werden von Seiten des Patienten keine besonderen Voraussetzungen erwartet. Jede Person kann an einer Klettertherapie teilnehmen, insofern keine Kontraindikationen vorhanden sind.